Du bist, was du isst…

Ne Pizza? Na, danke für das Kompliment!

Womöglich geht es nur mir so, aber ich habe sowohl bei der Kinder- als auch bei der Hundeerziehung den (utopischen) Wunsch und Anspruch, alles richtig zu machen. Das Beste zu geben, informiert und reflektiert meinen Schutzbefohlenen den besten Start ins und durchs Leben zu ermöglichen.

Hand hoch, wer es fühlt.

Allerdings ist das ja wohl ein Klacks, verglichen mit der Frage nach der richtigen Beikost, Ernährung, Fütterungsstrategie, Knabbersnacks, Kauartikeln, Supplementen etc. unseres geliebten Hündchens!

Verantwortung für alles

Schon bei meinem Sohn bin ich nicht einfach in den Markt gelatscht und habe gekauft, was mir in die Hände fiel. Ich habe Inhaltsstoffe geprüft, % Angaben verglichen und mir Gedanken gemacht.

Was benötigt das Kind wovon wieviel? Was darf auf keinen Fall enthalten sein?

Verteufelte E-Nummern habe ich auswendig gelernt und schädliche, nutzlose Ingredienzen entlarvt- und TROTZDEM bin ich auf Werbeschwurbeleien und Versprechen reingefallen – ich habe P** Kindergries gekauft, um dann festzustellen, dass da viel zu viel Zucker enthalten ist.

Side Fact: in Fruchtzwergen ist weniger Zucker enthalten als in einem normalen Fruchtjoghurt!

WILL HIER JEMAND WAS GUTES AUS MILCH? MIT VIEL VITAMINEN? UND CALCIUM? Fruchtzwerge?? … wer kennt es noch?

Jedenfalls habe ich viel Zeit damit verbracht: kümmern, informieren, checken und IMMER ALLES gut machen wollen.

Und ich ärger(t)e mich umso mehr, wenn ich wieder mal einer der ausgeklügelten Marketingstrategien, Verschleierungen, fadenscheinigen Informationen ins Netz gegangen bin.

Unterstützt von meiner Naivität, dass doch alle Hersteller auch wissen, was schädlich ist und nur das Beste für die kleinen Erdenbürger wollen. Ich hatte es so satt! Und war müde ob der ständigen Leserei in Schriftgröße 3, ohne Notizbuch zum Vergleichen und mit einem quengeligen Kleinkind an der Hand.

Na gut, der Bursche wird 14, hat zwei gesunde Arme und Beine, kann sich gut bewegen und auch in der Schule klappt es ganz gut – so schlimm kann der Kindergrieß nicht gewesen sein. Puh!

Kann es noch schlimmer kommen?

Und dann kam: das Hündchen! Und damit noch mal eine ganz andere Nummer an Recherche, lesen, hören, sich verunsichern lassen, umschwenken, irgendwo einen roten Faden finden. Dann doch noch mal was anderes ausprobieren, auf Leute hören oder sich dagegen aussprechen.

Von einer radikalen Ansicht zur nächsten taumeln. Und eigentlich wollte ich auch hier nur alles richtig und gut machen.

Mein Hund ist davon abhängig, was ich ihm kredenze! Seine Gesundheit, sein Wohlbefinden, sein Verhalten – alles liegt in meiner Hand. Boah, nicht schon wieder, dachte ich mir. Und stürzte mich in Biologielaboranten-mit-gewissem-Grundwissen-und-einem-großen-Bestreben-nach-alles-zu-wissen-Manier in die Tiefen der Hundeernährung.

Dagegen ist der Mariannengraben ja ein kleines Rinnsal ohne gefährliche Strömungen, noch nie gesehener Tiefseekreaturen und unerforschter Flora u Fauna!

Aber sei es drum, ich wollte es wissen. Und wenn ich mich schon durch diese ganzen Wissenschaften, Erkenntnissen, Glaubenssätzen, Mythen, Halbwahrheiten und -mal wieder- Marketinglügen, – verschleierungen, -dehnungen der Gesetze und Vorschriften quälen muss, dann bitte auch nachhaltig. Und so, dass ich es auch mal behalten und auch gerne an andere Menschen in ähnlich misslicher Situation weitergeben kann.

Selbst machen ist immer besser

Ich startete eine Ausbildung zur Ernährungsberatung für Hunde. Bei der dogtisch academy. (Es gibt viele Anbieter, man weiß vorher nie, was wirklich gut, was so na ja und was rausgeschmissene Zeit und Geld ist.)

Ich habe recherchiert und meine Wahl fiel auf dieses Institut und dort habe ich sehr viel gelernt und bin endlich mit dieser Ausbildung fertig –theoretisch. Ich kann also endlich mein Angebot erweitern, jippieh. Ich kann bereits für den „Otto-Normal-Hund“ und auch Welpen und Junghunde ein Futter auf Bedarfsdeckung, Eignung und geeignete Rationen analysieren und berechnen.  

Ich habe über besondere Lebensabschnitte, Ansprüche und Krankheiten, die ernährungstechnisch unterstützt oder angepasst werden müssen Kenntnis erlangt und kann Menschen bezgl. der Ernährung ihrer Hunde beraten.

Und dabei – das ist mir sehr wichtig –  auch die Fütterungsmethode der Wahl finden! BARF, Kochrationen, Trocken- oder Nassfutter. Alle Fütterungen haben ihre Berechtigung und nicht ein Weg ist per se der einzig wahre oder falsche Weg.

Vor allem bedarfsgerecht, gerne auch nachhaltig, regional und sowohl futtertier-als auch umweltbewusst muss bzw. darf es sein. Das ist meine Prämisse.

Waaas? Du fütterst xyz…da flipp ich aus!

Egal, in welchem Team du spielst – nimm es nicht als NonPlusUltra und lasse auch anderes zu, spätestens, wenn dein Hund eine Art von Fütterung nicht verträgt, an einer Allergie leidet, Krankheiten an Nieren, Leber, oder Pankreas entwickelt, Diabetes, Gelenkprobleme etc., musst du ggf. deine Ansichten über Bord werfen und auf andere Methoden umschwenken.

Ich selbst spiele im Team „Bei uns gibt es Trockenfutter oder Gekochtes, auch Nassfutter gepimpt“ – nur rohes Fleisch ist ein Problem, das verträgt Pepper tatsächlich nicht gut.

Gerade auf dem kommerziellen Markt gibt es viele ungeeignete Futtermittel, aber auch einige gute Futtersorten – nur sind diese wirklich nicht leicht zu finden.

Irgendwas ist immer und ein Haar in der Suppe findet sich nahezu überall. Aber ich bezweifle, dass es bei anderen Fütterungsarten anders ist.

Solange wir nicht autark leben, jedes Fleischstück vorher beim Füttern gestreichelt, das Futtertier selbst geschlachtet und ausgenommen, die Möhren und die Gurke eigenhändig aus der Erde gezogen, die Haferflocken / Kartoffeln / Reiskörner einzeln geerntet und geschält haben, müssen wir immer irgendeine Kröte schlucken.

Jeder Hundehaltende entscheidet erstmal selbst, welcher Kompromiss das ist, solange es bedarfsdeckend, ausgewogen und verträglich für den Hund ist!

Gut gemeint ist eben nicht immer gut gemacht!

Das Futtermittelgeschäft ist ein riesiger Markt, gespickt mit radikalen Ansichten, da kann es sehr schwerfallen, den Überblick zu behalten.

Da hilft auf jeden Fall bei gekauften Futtern als erstes eine offene Deklaration- damit man weiß, was man bekommt und woher man es bekommt.

Und bei BARF Rationen sollte auf keinen Fall nur der 08/15 Rechner eines Shops bedient werden, nur um festzulegen, wieviel 80% Fleisch und 20% Gemüse sind – so leicht ist das alles nicht und das ist auch ein Grund, warum TierärztInnen oft gegen Barf Rationen wettern. Die Mangelernährung lässt grüßen und so sollte man sich intensiver mit dem Thema Barf Rationen auseinandersetzen.

Tadaaa, dafür gibt es ErnähungsberaterInnen

So wie mich=)

Dabei bin ich, wie schon erwähnt, auf keinen Fall festgelegt auf bestimmte Marken und Produkte oder Glaubenskriege für die richtige Ernährungsweise, denn auch hier gilt: Jeder Jeck is anders! Doch ich kann womöglich sagen, wenn ein Futter nicht ganz passend ist oder welches für euch geeigneter sein könnte. Zusammen finden wir das heraus. Ich freue mich darauf😊

Vorsicht kleine Werbeeinlage:

Mit gutem Beispiel voran geht da die Firma „Alpenwuff“, da lohnt es sich, das Sortiment mal anzuschauen und sich durch die Website mit all ihren Informationen zu lesen. Lea und Justus von Alpenwuff transportieren dort sehr eindrücklich, dass sie das Unternehmen auf Grund ihrer eigenen Geschichte und den Schwierigkeiten, ein verträgliches und passendes Futter für ihren eigenen Hund zu finden, gegründet haben und nicht aus reiner Profitgier in den Markt eingestiegen sind. Es handelt sich hier um kaltgepresstes Trockenfutter und Nassfutter in verschiedenen Sorten und auch für die Nachmittagsdesserts und Leckereien nach getaner Arbeit wird man hier fündig. Die Gründer machen sich viele Gedanken, wie man transparent und nachhaltig gutes Hundefutter anbieten kann. Als Kunde wird man aufgeklärt, informiert, unterstützt und begleitet. Aber seht besser selbst: www.alpenwuff.de Wenn ihr über mich bestellen wollt, bekommt ihr auch einen Bestellcode mit …% auf die erste Bestellung.

Aber seht besser selbst: www.alpenwuff.de

Wenn ihr über mich bestellen wollt, bekommt ihr auch einen Bestellcode mit …% auf die erste Bestellung.

Take Home Message: 

Liebe geht nicht nur durch den Magen!
Doch sie hat einen großen Stellenwert für die Gesundheit und das Wohlbefinden.
Übrigens nicht nur bei Hunden=)

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